Wohnungen vergesellschaften: Was kostet es, was bringt es?
Shownotes
Moderation: Marco Herack
- Vergesellschaftung von Wohnbeständen: Ausgestaltung entscheidend für Finanzierbarkeit, Rechtssicherheit und Umsetzbarkeit
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- Podcast: Geschichte wird gemacht. Erinnern, verstehen, gestalten.
- Podcast: Fokus Aufsichtsrat - Das Update für starke Mitbestimmung
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00:00:03: Systemrelevant.
00:00:04: Fakten
00:00:04: für eine demokratische und nachhaltige
00:00:07: Wirtschaft.
00:00:13: Die
00:00:35: Wohnungsbestände in Berlin.
00:00:36: reden möchte es, dann würden wir vergesellschaftlich nicht ereignen.
00:00:40: Das kannst du mir gleich erklären.
00:00:41: Ich bin ja Kapitalist und fühle mich jetzt schon bestohlen, aber nicht von dir persönlich sondern von der Partei die das dann ausführen wird.
00:00:49: Du bist jedenfalls Direktor des EMK also das Institut für Makroökonomie- und Konjunkturforschung bei der Hans Böckler Stiftung Und an unsere Hörerinnen und Hörern verweckt wie immer der Hinweis dass ihr uns erreichen könnt per e-mail an systemelementedböcklert.de.
00:01:01: Also Hinweise Korrektorenunmutanregungen Aufregungen bitte dort hin per E-Mail.
00:01:06: In den Schonungsfindet ihr die Liste der sozialen Netzwerke sowie unseren weiteren Podcasts, ebenfalls mit aufregenden Themen.
00:01:12: Ihrer haben wir zwei und wir freuen uns natürlich sehr, wenn ihr uns in einem Podcatcher-Araval abonniert und somit keine Folge verpasst!
00:01:18: So jetzt haben wir die Emotionen um das Thema schon in einer Anmoderation ausreichend gewöhnlich.
00:01:23: Jetzt geht es sachlich weiter.
00:01:25: Vielleicht fangen wir doch gleich mal damit an was du gerade eingeworfen hast also in Berlin... Gibt es zumindest Ideen, Wohnungen zu enteignen oder zur Vergesellschaft?
00:01:35: Wie du eben gesagt hast.
00:01:36: was ist denn da der Unterschied?
00:01:38: Na der Unterschied ist die gesetzliche Grundlage.
00:01:41: Die Enteignung ist in Artikel vierzehn geregelt des Grundgesetzes und dieser Gesellschaftung im Artikel fünfzehn.
00:01:48: Und Artikel fourzehn.
00:01:49: ich bin jetzt kein Jurist von daher kann ich das nur vorlesen.
00:01:52: Da steht drin dass eine Entegnung zum Wohle der Allgemeinheit zulässig ist und nur zum Wohl der All Gemeinheit.
00:01:58: und normalerweise ist es wenn man zum Beispiel ein Grundstück braucht, um eine Autobahn zu bauen oder einen Deich zu bauen.
00:02:03: und das läuft über Artikel vierzehn.
00:02:06: Und Artikel fünfzehn sagt, dass Grund- und Bodennaturschätze und Produktionsmittel zum Zweck der Vergesellschaftung durch ein Gesetz in gemeineigentum oder in anderen Formen der Gemeinwirtschaft beführt werden können.
00:02:18: Das ist eben dann die Vergeseltschaftung.
00:02:21: Also Produktionsmitte so ne Wohnung als nicht?
00:02:24: Nesi ist Grund und Boden, aber Produktionsmittel.
00:02:27: Das ist so ein bisschen die Frage wie du das als Ökonomekonomien definierst?
00:02:31: Im Grunde sehr schon der Kapitalstock mit dem dann die Dienstleistung Wohnen bereitgestellt wird.
00:02:37: von daher sind da Juristen relativ einig dass Wohnungen auch darunter fallen würden.
00:02:42: es gibt ja ganz viele andere Streitigkeiten um diesen Artikel.
00:02:45: Aber erstmal grundsätzlich scheint das darunter zu fallen.
00:02:48: Okay, also Vergesellschaftung.
00:02:51: Was ist denn in Berlin geplant?
00:02:53: Oder geplant ist es ja auch noch nicht weil er noch nicht mal die Koalition steht in Berlin, ne?
00:02:57: Sondern es gibt verschiedene Ideen verschiedener Parteien und die Linkspartei hat die Wahlen in Berlin gewonnen und damit steht die Vergestschaftung im Raum.
00:03:06: Und was ist dann da das Modell, was sie machen wollen?
00:03:08: Also muss jetzt einmal sagen ein bisschen zurückgehen.
00:03:11: Da gibt's ja eine Geschichte hinter.
00:03:12: Es gab hier eine initiative deutsche Wohnen enteignet Und die hat einen.
00:03:17: Berlin können wir Volksentscheide machen lassen oder man kann Volksentsscheider auf den Wahlzettel bringen, lassen und dann wird darüber abgestimmt.
00:03:23: Diese Initiative hat zwei tausend einundzwanzig den Vorschlag gemacht dass die Wohnbestände der großen privaten Wohnungskonzerne vergesellschaftet werden sollen.
00:03:32: also das siehst du schon nicht alle sind da so genau mit diesen beiden Begriffen die sich schon als Initiativen deutsche wohnenden eignen nennen und dann aber eigentlich vergesellschaften möchten.
00:03:41: Dieser Vorschlag, die Wohnungen von großen Grundkonzernen ins gemeine Eigentum zu überführen hat damals fast sechzig Prozent der Stimmen bekommen und zwar bei einer Wahlbeteiligung von so rund seventy fünf Prozent der Berlinerinnen und Berliner.
00:03:52: also das ist ein ziemlich deutliches Ergebnis dass es hier eine gewisse Präferenz unter den Wählenden zumindest zwei tausend einen zwanzig gegeben wird.
00:04:00: jetzt schreitet man sich darüber ob diese Präference immer noch da ist weil das ist so ein bisschen der Hintergrund und da gab's dann eben mehrere Parteien im Wahlkampf gesagt haben, ja also das was der Volksentscheid da gesagt hat, dass wollen wir auch umsetzen.
00:04:12: Das haben die Grünen auch gesagt aber die Linken haben es vor allem zu so Teil ihres zentralen Wahlprogramms gemacht und diese Initiative hat auch sehr konkrete Vorstellungen wie das funktionieren soll.
00:04:24: Die Linke sagt jetzt eben das soll man genau so machen.
00:04:26: oder ein Teil der Linken sagt das muss jetzt genauso gemacht werden bis damals vorgeschlagen worden ist.
00:04:31: Und da kommt diese ganze Debatte auch ein bisschen her.
00:04:33: Und es gibt dann in Berlin eben Parteien, die das umsetzen wollen und wahrscheinlich auch Parteien die das gar nicht umsetzen wollen.
00:04:39: Ich vermute mal die CDU hat ja in der Koalition diese gerade im Bund wiederum
00:04:45: beschlossen.
00:04:46: Im Juli hat die Koalition so eine Reihe von Reformvorschlägen untereinander abgestimmt.
00:04:52: Vorschläge
00:04:53: Naja, das ist mehr als Vorschläge.
00:04:55: Die haben eigentlich vereinbart, dass sie die Sachen umsetzen möchten, die in diesem Papier drin sind.
00:04:58: und eines dieser Schritte war, dass Sie mit einem Bundesgesetz verhindern wollen, dass Berlin so vergesellschaftet wie sich das die Initiative und die Linkspartei hier vorstellen?
00:05:08: Und das aber wiederum ist noch nicht da des Gesetzes.
00:05:10: deswegen können wir schon auch sagen, es ist erstmal nur geplant, aber sicherlich parteiliniert an dem Sinne.
00:05:15: Die CDU ist sehr eindeutig, dass diese Vergesellschaftung nicht möchte dieses Gesetz, was Sie sich da jetzt ausdenken.
00:05:22: Was das beschränken soll?
00:05:23: Es hat noch besondere Herausforderungen weil man kann nicht so einfach mit dem Bundesgesetz eine Regelung aus dem Grundgesetz außer Kraft setzen sondern es muss man ein bisschen komplizierter machen.
00:05:33: Das Kanzleramt ist glaube ich der Meinung dass man das recht sicher hinbekommt und das ist nochmal eine andere Diskussion.
00:05:38: die können wir vielleicht auch mal anders führen wenn wir heute nicht dazu kommen.
00:05:41: Gut, also ich wollte nur so ein bisschen die Linien abstecken.
00:05:45: Man hat ein bürgerliches Lager das ist ja dagegen und man hat ein progressives Lager dass es eher dafür und die SPD ist unentschlossen.
00:05:52: Naja, da gibt's Teile die gesagt haben, was wollen sie nicht machen?
00:05:55: Und es gibt eben Teile, die das gerne möchten!
00:05:59: Und man muss ja dazusagen wenn man sich jetzt so die Berliner Geschichte anguckt auch die West-Berliner Geschichte, da hat´s ja schon immer wieder bestimmte Korruptionsskandale mit Bauunternehmen gegeben und die Bankgesellschaft Berlin, die da mein großes Schieflagen geraten ist.
00:06:15: Das hat auch zum Teil mit Bauprojekten zu tun.
00:06:17: Da gibt es vor allem bei CDU und SPD auch einigen Teilen Verbindung in der Bauindustrie.
00:06:24: Da gibts eben auch einige, die das nicht gut finden diese Idee der Vergesellschaftung.
00:06:28: Man könnte natürlich auch sagen, da will man jetzt den Bock zum Gärtner machen.
00:06:33: Der Staat vielleicht jener, der dann entscheidet wie es mit dem Wohnungen weitergeht.
00:06:36: aber wir wollen uns glaube ich heute ein bisschen von dieser Debatte lösen und ihr habt eine Studie gemacht beim EMK.
00:06:43: Ihr heißt, naja das steht unter anderem Sebastian Dullin nach dem Drucker Tom Krebs Und die hat sich damit befasst, wie man sowas ausgestalten könnte so ne Vergesellschaftung Vor allem durch die grundsätzliche Frage, woher soll denn das Geld kommen?
00:06:59: Also der Staat ist jetzt nicht dafür bekannt dass er zu viel hat.
00:07:02: Noch einen Autor den hast du jetzt vergessen weil du was zwar unter anderem gesagt aber wenn wir jetzt drei nennen dann finde ich können wir auch vier nennen.
00:07:08: der Patrick Kaczmaczyk und die Mannheim ist auch noch einer der Co-Autor in dieser Studie.
00:07:12: Und genau diese Frage was unsere Studie macht es?
00:07:15: im Grunde Gab man Expertinnenkommission hier von Juristinnen und Juristen in Berlin, die sich die Frage der Gesellschaft angeguckt haben.
00:07:25: Und wir sagen jetzt nicht das ist verfassungswidrig oder verfassungsmäßig.
00:07:29: Das maßen wir uns nicht an.
00:07:30: Wir sind ja Ökonomen und wir gucken stattdessen wie können wir aus ökonomischer Sicht Wie ist der Vorschlag der Initiative zu bewerten?
00:07:40: Welche Alternativen gäbe es und könnte man das eigentlich bezahlen?
00:07:44: Weil du nach dem Bezahlen gefragt hast, fange ich gleich mal mit dieser Frage an.
00:07:48: Es müssten ja die – das steht in Artikel fünfzehn – dass es eine gewisse Entschädigung geben muss für die heutigen Eigentümerin dieser großen Wohnungsbestände und das heißt irgendwoher muss diese Entschätigung kommen.
00:08:00: Und wir sagen eigentlich, das kann über eine finanzielle Transaktion passieren.
00:08:05: Finanzielle transaktion ist etwas wenn der Staat Kredite aufnimmt schafft oder anschafft, sich irgendwie beschafft.
00:08:17: Das heißt es ist so wie wenn man einen Kredit aufnimmt um ein Haus zu kaufen und das ist explizit nach der Schuldenbremse zusätzlich zu den normalen Defiziten die da erlaubt zulässig.
00:08:26: Das heisst da steht drin finanzielle Transaktionen fallen nicht unter die Schulden brennen.
00:08:31: Also wir hatten Vermögenswert dann
00:08:32: Man hat einen Vermögenswert.
00:08:33: Also was wir vorschlagen würden, ist es eben zumindest zum Teil für diese Übernahme das Land Berlin Kredite aufnimmt und dafür dann eben hat's am Ende die Wohnung.
00:08:43: Das heißt wenn wir jetzt auf dieser betriebswirtschaftlichen Ebene sind dann wäre es eine Bilanz Verlängerung.
00:08:47: ich habe ein Kredit aufgenommen und ich hab dafür aktiver nämlich diese Wohnungen erworben
00:08:52: Und dann tilgt man den über die Mieteinnahmen?
00:08:54: Genau!
00:08:54: Man zahlt die Zinsen und da muss man überlegen wie viel Tilgung man machen möchte.
00:08:57: und dass macht man über die Mitteinahmen Und je nachdem wie hoch die Entschädigung für die Vergesellschaftung ist, funktioniert das eben mit höheren oder niedrigeren Mieteinnahmen.
00:09:07: Wir haben vorgerechnet dass selbst wenn man das jetzt zumindest nach der Rechnung, die wir da gemacht haben kann man sogar die Mieten vom heutigen Niveau ein bisschen absenken auf das Niveaux des Landes eigenen Wohnbaugesellschaften und könnte damit diese Kreditaufnahme finanzieren.
00:09:21: Ich weiß, dass ich jetzt ein bisschen reingesprungen bin in das Thema.
00:09:25: Wir hätten auch mal anders anfangen können.
00:09:26: Ich weiss aber auch, dass das immer der Haupthemmschuh bei dem Thema ist.
00:09:30: schon die Frage wo soll denn das Geld herkommen wenn es nicht da ist?
00:09:33: Deswegen würde ich jetzt nochmal den Schritt zurückgehen zum eigentlichen Staat.
00:09:37: warum möchte man denn überhaupt vergesellschaften?
00:09:40: also was ist denn die Idee dahinter und was kann das überhaupt leisten?
00:09:44: Es wird ja oft gesagt Vergesellschaftung is Mist weil sie schafft keine einzige Wohnung und wir brauchen mehr Wohnungen.
00:09:50: Und wir sagen auch, Vergesellschaftung schafft keine einzige Wohnung.
00:09:53: Gestern Abend war ich übrigens bei der Buchvorstellung von Isabel Awebers neuen Buch und da war die Ines Schwertner da, die Vorsitzende der Partei Die Linke und die hat auch gesagt ja also behauptet auch keiner dass vergesellschaften eine Wohnung schafft, Wohnraum schafft.
00:10:07: das würden wir auch nicht behaupten.
00:10:09: Wir sagen nur trotzdem kann es ein ökonomisches Argument geben warum das Sinn macht und das Argument wer folgend ist?
00:10:15: diese großen Wohnkonzerne haben in Berlin relativ viele Wohnungen so Wir reden von zweihundert, zehntausend Wohnungen die man vergesellschaften könnte über diesen Weg und das Geschäftsmodell vieler dieser Unternehmen ist dass sie einfach die Mieten erfüllen.
00:10:29: Ja also wir haben Bestand jetzt nicht so dass die besonders gut da sanieren oder renovieren sondern es steht auch in den Geschäftsberichten drin die ziehen einfach die mitten hoch Und das hat folgen auch für die anderen Mieten.
00:10:40: wenn man großer Anbieter isst dann hat man Einfluss auf die anderen miten.
00:10:44: und im deutschen Mietrecht nochmal besonderes weil wir sowas haben wie den Mitspiegel.
00:10:48: Das heißt, was andere Vermieter machen dürfen, hängt zum Teil daran, welche Mieten im Mietspiegel angegeben werden.
00:10:55: Und in diesem Mietspiegel gehen halt Wohnungen ein die vermietet sind, die keine Sozialwohnungen sind und wo die Mieten in den letzten Jahren erhöht worden sind oder verändert worden sind.
00:11:06: Und das heißt diese Politik dieser oder diese Geschäftspolitik dieser Unternehmen, die Miten hochzuziehen einen Einfluss hat auf die Mitten insgesamt in Berlin.
00:11:15: Wenn man jetzt sagen möchte, das möchte man vielleicht ein bisschen abdämpfen und verhindern, dann kann es sinnvoll sein dass eben der Staat diese Wohnung hat.
00:11:23: Und nicht die Privatwirtschaft die eben diese Art der Geschäftsmodelle umsetzen möchte.
00:11:28: Ja gut jetzt hast du natürlich erklärt warum die Privaten auch die kleinen Wohnungsbesitzer also die mit wenigen Wohnungen im Besitz auch dagegen sind weil das natürlich deren potenzielle Rendite auf so eine Wohnung dann auch schmälert muss man halt dazu sagen diese großen Konzerne Das ist da mal das deutsche Wohnen, ne?
00:11:46: Man könnte jetzt auch über Wonovia sprechen.
00:11:48: Ja die Deutsche Wohnung ist ja von der Wanovia genommen dann.
00:11:52: Wenn man da mal in die Balanzen reinguckt, dann sieht man, die haben ganz viele Kredite weil sie halt einen entsprechenden Hebel haben und haben dann dadurch natürlich... Die müssen so bedienen.
00:12:00: sehen Sie die steigenden Zinsen Dann haben die Investoren wieder ihre ersten Probleme Und dann siehtman auch dass sie alten gewisse Rendite zwang haben.
00:12:08: Du würdest bei so einer Klammstadt wie Berlin unter Dellen, dass die nicht auf die Idee kommt dann dem Mieten zur Höhenweise mehr Geld braucht.
00:12:17: Also man kann das natürlich nie völlig ausschließen.
00:12:20: aber wir haben ja in Berlin einige landeseigene Wohnungsunternehmen.
00:12:25: Die haben auch einen recht großen Wohnungsbestand ist ja nicht so, dass alles verkauft worden ist sondern da gehört auch die HOVO geht zum Beispiel zu und das sind Wohnungsgesellschaften, Wohnungs-Unternehmen die bislang ja auch schon so funktionieren diese Eigentum des Landes.
00:12:39: Die werden heute nicht benutzt dafür, dass man die Mieten besonders hochzieht um den Haushalt zu finanzieren.
00:12:46: Sondern das funktioniert ziemlich gut.
00:12:47: Das sind die, die die mitten eben auch nicht erhöhen oder schon erhöhen aber eben nicht so erhöhen Dass man da zur maximalen Rendite kommt.
00:12:55: weil du auch gefragt hast kann der Staat eigentlich Wohnungen verwalten?
00:12:58: Das funktioniert eigentlich relativ gut.
00:13:00: es gibt zwar auch immer wieder Beschwerden und Im linken politischen Spektrum werden die auch häufiger kritisiert.
00:13:07: Aber wenn man das jetzt mal vergleicht, also einmal wie sie die Wohnung... Bewirtschaften, was es dann dafür Beschwerden gibt.
00:13:13: Auch Mieterhöhungen und Rechtsverletzungen bei den Mietergörungen.
00:13:16: Das gibt's bei einigen der privaten Unternehmen nämlich relativ häufig, bei anderen weniger häufig.
00:13:20: Dann stellt man fest dass das Land zumindest bei einig dieser landeseigenen Wohnungsunternehmen das ziemlich gut macht und eben auch diese Renditehebel nicht das Problem ist.
00:13:29: Man könnte das natürlich auch noch satzungsmäßig festlegen, dass die nur weniger Gewinde machen dürfen kann sich an Größenordnungen orientieren, die normalerweise im gemeinwohl orientierten Unternehmen dann angesetzt wird für die Rendite aus mit wurden.
00:13:42: Also da könnte man nochmal Schutzlinien einziehen aber grundsätzlich funktioniert das eigentlich ziemlich gut?
00:13:47: Ich habe vorhin die Deutsche Bahn erwähnt weil daher eines der Probleme auch war dass zumindest damals unter Schäuble als Finanzminister.
00:13:56: unter Steinbrück auch noch.
00:13:57: Das dann immer sehr stark darauf beharrt wurde, dass die Deutsche Bahn ihre Dividenden zahlt weil sie halt relevant von Bundeshaushalt waren was natürlich kompletter Unsinn war für meine Deutsche Bahn ja irgendwie dann auch ihre Investitionen tätigen musste.
00:14:09: und heute haben wir halt unter anderem auch deswegen das Dilemma gab es noch viele mehr Faktoren das wissen mir aber nur mal so als Beispiel.
00:14:15: das ist ja dann etwas schon was so in so einer Stadt dann auch wirken kann.
00:14:19: daher so ein bisschen diese Frage oder meinst du das kann man einhegen?
00:14:23: Ich war bei der Deutschen Bahn, weil das Problem, dass man sich mal belegt hatte.
00:14:27: Man möchte die Privatisigern und da wollte man sie auch fit für die Börse machen.
00:14:30: Und das bedeutete, dass die eben auch Dividenden auswerfen musste.
00:14:35: Wir sind ja hier in einer ganz anderen Situation.
00:14:36: Also erstens ich glaube auf diese Idee... dass man die Bahn privatisiert, um den Staatshaushalt zu sanieren.
00:14:43: Dann ist einem egal was da eigentlich so mit der Bereitstellung der infrastrukturte Dienstleistung passiert?
00:14:49: Ich glaube das sind so Ideen wie vielleicht in den frühen zwei Tausenden hatte, die man aber heute nicht mehr hat.
00:14:54: Das ist, glaube ich, da sind wir weiter heute.
00:14:57: und wenn jetzt ein Land explizit Wohnung hat weil es die selber vermieten möchte positiven Einfluss auf die Daseinsvorsorge im eigenen Gebiet haben möchte, dann ist diese Gefahr eher gering.
00:15:10: Ganz ausschließen kann man das nicht.
00:15:11: aber zum Beispiel wir sehen auch in Hamburg mit den landeseigenen Wohnungsgesellschaften dort, das funktioniert auch ziemlich gut war auch da also diese landeseigene Gesellschaften die haben ja nicht den rentierte Druck, den Privatanbieter hat der dann irgendwie auch den Aktionären zeigen möchte dass er aufs Eigenkapital ich weiß nicht sechs sieben acht Prozent einfach schaftet.
00:15:30: Gibt es den Risiken, die ihr seht oder seid ihr da völlig Mensch?
00:15:36: Das muss unbedingt gewacht werden.
00:15:37: Ehrlich gesagt, da gibt's ganz viele Risiken und ich muss auch dazu sagen Ich war immer früher sehr skeptisch was die vergesellschaftung von wohnungen in berlin angeht ist.
00:15:46: eine risiko ist natürlich schon dass man die verwaltung überfordert.
00:15:50: also unser vorstand ist zwar diese wohnung die dann vergeseltschaftet werden auch in die wohnungsbaugesellschaften einzugliedern.
00:15:57: Initiative möchte gerne eine neue Anstalt öffnen rechtsgründen, wo all diese Wohnungen dann reinkommen und verweitet werden.
00:16:03: Man muss einfach ehrlich gesagt sagen dass alle diese Dinge bedeuten das da sehr viel Organisationsmanagement Aufwand reinfließt um das alles umzusetzen.
00:16:11: es gibt natürlich auch enorme rechtliche Risiken.
00:16:14: ist es überhaupt nicht klar ob das Klasser Tattenexpert in den Kommissionen gegeben die gesagt hat das ist alles rechtmäßig so aber rechtmäßig sehr erst, wenn das Bundesverfassungsgericht am Ende entschieden hat ob das alles rechtmäßig ist?
00:16:26: und da gibt es einmal Risiko.
00:16:28: Es könnte sein dass es grundsätzlich nicht rechtmäßig isst die Wohnung zu Vergesellschaften.
00:16:32: Da gibts eine Zusammenspiel von Landesverfassung und Grundgesetz, das wohl zumindest unter Juristen-Juristen umstritten ist.
00:16:40: dann gibt's das Risikodest die Art der Entschädigung die das Land sich ausdenkt, dass das möglicherweise zu niedrig.
00:16:47: Es könnte sein, dass man anfängt zu vergesellschaften und nur muss es dann zurückgeben.
00:16:51: Es könnte auch sein, das man entschädigt und da wird gesagt mehr die Entschädigung war zu niedrig, dann müsste man wahrscheinlich entweder zurück geben oder noch nachzahlen bei der Entschätigung.
00:17:00: Da sind schon Risiken dabei.
00:17:02: ich würde das auch nie als ja das ultimative Instrument was man jetzt unbedingt schnell machen müssen was allein selig machend ist für den Berliner Wohnungsmarkt sehen.
00:17:10: aber man muss sich ja schon klarmachen, dass es da auch irgendein gewissen politischen Willen dahinter gab.
00:17:16: Ich glaube es ist auch für die Demokratie nicht besonders förderlich, wenn man nach so einem Volksentscheid einfach sagt naja wir ignorieren das jetzt völlig was da gesagt worden ist.
00:17:25: Also klar auch wenn's verfassungswidrig ist dann macht man das natürlich nicht.
00:17:28: aber so klar scheint mir das alles nicht zu sein und von daher glaube ich ist es wichtig über die Kosten die potenziellen Risiken aber auch den Nutzen von diesen Maßnahmen sachlich zu reden.
00:17:37: Also mein größtes Bedenken wäre dann wirklich tatsächlich bei der Kompetenz, der Verwaltung und dem ausreichendem Trainieren usw.
00:17:44: der Wohnungen.
00:17:45: weil da haben wir ja auch in der Vergangenheit immer wieder mal Probleme gesehen an verschiedensten Stellen in Deutschland.
00:17:51: Aber ehrlich gesagt diese Probleme
00:17:53: hast jetzt auch
00:17:54: haben diese Wohnungsbestände zum Teil auch.
00:17:56: Also wenn man gestern bei der Veranstaltung mit dieser Bella Weber war, auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis Neunzig der Grünen im Bundestag da, der Andreas Audrich und er hat erzählt von einer dieser Siedlungen bei sich im Wahlkreis wo eben in den Wohnung Taubennisten zum Teil und wo der Sanierungszustand wirklich sehr schlecht ist von einem dieser privaten Wohnungsunternehmen.
00:18:16: Das heißt das sind schon auch Siedlung bei die einfach Also die wirklich böse vernachlässigt werden.
00:18:22: Wenn man hier die Berliner Zeitung liest, also die Lokalmedien gerade von diesen großen Privatunternehmen da gibt es solche Beschwerden von Mieterinnen und Mietern wo man sich wirklich fragt also noch wesentlich schlechter als das kann man an den Stellen nicht machen.
00:18:36: Es gibt andere Objekte die offensichtlich relativ gut betreiben aber glaube dass die These im Schnitt besser ist als was viele eines Wohnungsbaugesellschaften oder Wohnungsunternehmens machen.
00:18:46: Das wäre schon eine steile These.
00:18:48: Ihr habt euch drei Szenarien überlegt, wie man das machen könnte.
00:18:50: Wollen wir da nochmal durchgehen?
00:18:52: Das können wir machen!
00:18:53: Was ist denn dein bevorzugtes Szenario?
00:18:56: Also mein bevorzugtes Szenarium wäre wenn man das mit der Vergesellschaftung machen möchte dass man den Wohnungsbestand zumindest langfristig in diese Landeswohnungsunternehmen überführt.
00:19:06: Denn das sind Unternehmen die heute schon gezeigt haben, dass sie eine vernünftige Bewirtschaftung machen können und der Vorteil die allermeisten davon statistisch nicht zum Staatssektor gezählt werden, sondern zum Privatsektor.
00:19:19: Ob das jetzt statistisch zum Staatssektor gehört oder zum Privatesektor, das hängt nicht nur davon ab dem etwas gehört, sondern auch wie etwas betrieben wird.
00:19:29: und da die wirtschaftlich betrieben werden und auch so eine gewisse Ferne von den tagespolitischen Entscheidungen haben, zählen diese Wohnungsunternehmen zu einem Privatsector.
00:19:38: Das hat den Vorteil dass die Kredite aufnehmen können für Sanierung dass die nicht unter die Schuldenbremse und die Regeln der europäischen Schuldenregel fallen.
00:19:48: Und das wäre sehr eindeutig, wenn man die um die Landeswohnungsunternehmen überträgt.
00:19:53: Also sie müssten quasi ein bisschen ihre Kapazitäten aufstocken?
00:19:57: Genau!
00:19:57: Die müssten ihre Kapezitäten aufstocken.
00:19:59: Die würden wahrscheinlich auch einen Teil der Beschäftigten von den vergesellschafteten Unternehmen übernehmen.
00:20:04: Das sind ja Leute, die das im Zweifel... zum Teil auch können und würden dann aber hoffentlich ihre bisherigen guten Erfahrungen da umsetzen.
00:20:12: Verhaltensweisen, Verdenksweisen?
00:20:16: Ja das wahrscheinlich sind ja die verhaltensweise nicht unbedingt bei jedem Sachbearbeiter jeder Sachbearbeiterin drin sondern wenn man etwas andere Ansagen macht würde ich hoffen dass sie sich auch etwas anderes verhalten können als das zum Teil der Fall ist.
00:20:28: Was wäre eine Alternative?
00:20:30: also wir haben ja noch zwei hier Die
00:20:32: Initiative Deutsche Wohnen enteignen Die möchte, dass diese Wohnung in einer Anstalt des öffentlichen Rechts überführt werden und das dort ja auch mit breiten Instrumenten der Selbstverwaltung.
00:20:44: Also die Reden dann von Mieterinnen und Mietern beirätend dort verwaltet werden.
00:20:48: Das finden wir nicht ganz ideal.
00:20:50: einerseits weil da jetzt eine ganze neue Anstatt öffentlich rechts aufgebaut werden muss und dazu kommt, dass wir auch diese direkte Demokratie in den Wohnungsbeständen nicht für Ziele führen, für das Wohnungsproblem in Berlin halten.
00:21:06: Also wer mal im Berlin sowas erlebt hat wird dem wahrscheinlich auch sofort zustimmen dass man das so definitiv nicht organisieren sollte.
00:21:15: Das sind sehr, sehr lange Diskussionen die man da sehr kleine Dinge führt.
00:21:20: Genau, willst du den Hörerinnen und Hörern noch erklären wo du aufgewachsen bist Marco?
00:21:24: Ja ich wurde in Berlin geboren ein Friedrichshainungen genau zu sein noch zur DDR-Zeiten Und ich kenne das davor und das danach.
00:21:33: Auch wenn man jetzt so darüber redet, es passiert halt häufiger.
00:21:36: Man kann das auch selbst bei Genossenschaften beobachten.
00:21:38: Wenn da eine Genossschaft ist, die hat eigentlich Grundstück wo man noch einen, mein Winger sind zwei Häuser drauf.
00:21:43: Da könnte man noch ein Drittes draufstellen und man lässt jetzt die genossenen Genossen darüber abstimmen.
00:21:48: dann kommt auch oft raus dass sie eben eher nicht noch was dazu bauen, nicht verdichten weil dann ist ja die Fläche weg und außerdem wird gebaut, ist laut Sie gehen Risiken ein.
00:21:58: möglicherweise, wenn wir an die Kosten gleichmäßig umlegt auf die drei Häuser, kann irgendwas vielleicht noch ein bisschen teurer werden.
00:22:04: Und das wäre die Sorge auch wenn man jetzt aus meiner Sicht solche Wohnungsbestände sich selbst verwalten lässt.
00:22:10: Weil es ist ja nicht das Ziel von der Vergesellschaftung dass man den Leuten die zufällig in diesen Wohnungen wohnt, jetzt besondere Privilegien oder besonders günstige Mieten oder besonders viel freie Flächen die nicht gebaut werden dürfen gibt sondern es geht ja darum Wohnungsmarkt in der Stadt beeinflussen möchte, damit der Mangel an bezahlbaren Wohnraum nicht so dramatisch
00:22:33: ist.
00:22:34: Deshalb habe ich vor diesem selbstbestimmten Modell ein paar Sorgen.
00:22:38: Als Ökonom kennen wir auch diese Argumentation des Insider-Outside Problems, dass die da drinnen sitzen im Grunde eher ihr eigenes Interesse im Kopf haben als das Interesse des Gemeinwohls.
00:22:49: Also da ich ja auch im Süden, Westen und Norddeutschlands gelebt hab kann ich noch erkennen, dass das überall gleich... diskutiert wird.
00:22:58: und da halt dann entsprechend jeder seinen eigenen Interessen, die auch nicht immer mit Interesse der anderen sind.
00:23:04: Den nachgeht von daher das ist jetzt nicht Berlin exklusiv.
00:23:08: ich habe aber immer das Gefühl in Berlin will sowas besonders intensiv betrieben.
00:23:12: Daher mein kleiner Einwand eben.
00:23:14: Gut und dann Variante drei.
00:23:17: Variante Drei wäre eine Variante wo man die bisherigen bestehenden Landeswohnungsunternehmen auch noch in so einer Anstalt öffentlichen Recht zu überführt und alles dort zusammen.
00:23:26: Ich vermiete sozusagen.
00:23:27: Das wäre ja sehr kompliziert.
00:23:29: Es wäre nochmal vom Aufwand, das Ganze einzurichten noch ein bisschen heftiger.
00:23:33: und die Probleme, die man aus meiner Sicht mit dieser Anstreitöffnung rechts hätte während da mindestens genauso, weil wenn man natürlich immer einen größeren Wohnungsbestand macht dann ist es vielleicht noch ein größeres Problem.
00:23:43: Wie ist denn das?
00:23:43: Da müssten dann die landeseigenen Wohnungsgesellschaften müsste dann irgendwie zustimmen oder die ganzen Mieter?
00:23:50: Kann man das einfach so machen?
00:23:52: Die landeseigenden Wohnungs- gesellschaften gehören ja dem Land der je nach ihrer Rechtsform, wahrscheinlich Aktiengesellschaften oder GmbHs.
00:23:58: Das weiß ich jetzt gar nicht genau, ob die alle eine Rechtsform haben, das muss man sich noch mal angucken.
00:24:03: aber natürlich kann man auch deren.
00:24:05: als Eigentümerin kann das Land natürlich solche Gesellschaften irgendwie verändern und in so einer Anstattöpfung recht zu überführen, insbesondere per Gesetz.
00:24:13: Dass wir dann auch der politische Wille da sein müsste.
00:24:16: Ja gut, über die Finanzierung wäre eigentlich das letzte Mal gleich am Anstand geredet.
00:24:21: Für wie wahrscheinlich hältst du denn, dass das da jetzt einen Weg geben wird?
00:24:25: Also ich habe ja so das Gefühl, dass die, die jetzt in Berlin regieren könnten.
00:24:29: Die Parteien haben die alle irgendwie ein bisschen in ihrem Programm drin mal mehr oder weniger direkt.
00:24:36: aber irgendwie an Lösungen sind alle interessiert.
00:24:39: Die Reißsteigerung in den letzten Jahren in den Städten und es ist nicht nur Berlin, sondern enorm!
00:24:45: Das kann man ja auch nicht leugnen.
00:24:47: und wir hatten ja früher mal irgendwie die Regel, dass man vielleicht so ein Drittel seines Gehaltes für Mieten ausgibt.
00:24:54: Und dann noch was zum zurücklegen hat und was zum Leben.
00:24:57: Und mittlerweile sind wir da auch schon über fünfzig Prozent bei den Mieten.
00:25:05: Ausgabenanteil des Gehaltes betrifft, also da ist ja schon den Handlungsbedarf auch aus sozialstaatlicher Sicht.
00:25:12: Weil wenn wir darüber nachdenken dass jetzt die Leute mehr Geld für private Rente ausgeben sollen künftig oder hin ja schon müssen dann wird das ja auch irgendwann zum sozialen Problem wenn die Mieten so hoch sind.
00:25:23: Also ich glaube, das ist schon lange ein soziales Problem.
00:25:26: Dass die Mieten so hoch sind also es ist dadurch noch ein bisschen abgefangen dass die Mieterhöhungen im Bestand ja auch gesetzlich gedeckelt oder begrenzt sind.
00:25:36: Gedeckelt ist vielleicht jetzt etwas hartes Wort an der Stelle und deshalb die Bestandsmieten gerade für Leute, die sehr lange irgendwo wohnen noch nicht so dramatisch sind.
00:25:46: Aber wenn jetzt irgendwas im Leben passiert ist man eine andere Art der Wohnung braucht also weder man muss in einer anderen Stadt umziehen für einen Job oder man kriegt vielleicht ein Kind oder ein zweites Kind oder man trennt sich und braucht eine Wohnung mehr eine kleinere Wohnung dazu.
00:26:00: dann ist man eben diesen neuen hohen Angebotsmieten ausgesetzt, sondern kommt eben das was du gerade sagst.
00:26:07: Dann hat man echt ein soziales Problem und ist ja auch für den Staat wiederum dann ein Problem weil der Wohngeld zahlen muss aber es erhöht einfach die Armutsgefährdung, weil was du gesagt hast dass Geld etwas für Miete ausgegeben wird kann da nicht mehr für Lebensmittel, das kann noch nicht mehr for den neuen Schulranzen des Kindes und es kann auch nicht mehr dafür die private Altersvorsorge ausgegeben werden.
00:26:25: darum ist es schon also grade in den großen Städten echt schon ein Problem insbesondere noch in Berlin hat er als woanders in der Republik.
00:26:34: und dann hohe Mieten, die einen zwischendurchaus mit westdeutschen Großstädten mithalten können auf ein eher niedriges Lohnniveau treffen.
00:26:42: Dann hätte ich zum Schluss gerne noch eine Zahl von dir wie viel wird der Spaß kosten?
00:26:47: Das ist wirklich ne ganz ganz wichtige Debatte.
00:26:49: wir haben in unserer Studie jetzt über den Ertragswertmethode ausgerechnet was wären diese Wohnungen wert wenn man sozialverträgliche Mieten festschreiben würde über vierzig Jahre dann abzinsen würde und auch noch was für den Boden mit einrechnen würde.
00:27:06: Und dann kämen wir auf eine Entschädigungssumme von dreizehn Komma fünf Milliarden Euro,
00:27:11: das sind keine Marktpreise, ne?
00:27:13: Das sind keine Marktreise.
00:27:14: genau darum geht es auch wenn man jetzt guckt, was zum Beispiel das Kita-Institut oder dass die IV, was sie gesagt haben, die kommen eben aus zum Teil andere Summen.
00:27:22: Marktreisen wären wahrscheinlich ein ganzes Stück höher.
00:27:24: Wobei ich meine da muss man aussagen, dass was wir jetzt an Marktreizen haben, sondern zum Teil auch die Schätzung von diesen großen Wohnbauunternehmen Und bei diesen Marktpreisen oder bei den Bewertungen, die dann haben.
00:27:34: Die haben dann so Bewertungsmodelle.
00:27:36: Da fließt halt ein dass sie die nächstweise nicht zwanzig Jahre die Mieten überdurchschnittlich erhöhen möchten.
00:27:41: und natürlich wenn ich dann so steigende Mitteinnahmen weil ich die ganze Zeit die mitten hochziehe da reinsetze Dann ist der Marktwert natürlich höher als wenn ich sage das ist nicht das was sich erwarte was diese Wohnen leisten kann.
00:27:53: und darum gibt es auch diesem Konflikt dass der marktwert eigentlich ja schon so ein extraktives Geschäftsmodell, also ein Geschäfts-Modeller was eigentlich darauf aus ist den Mieterinnen und Mietern möglichst viel Geld abzuziehen.
00:28:04: Das heißt der Marktpreis bildet das schon ab.
00:28:07: da hätte ich jetzt Probleme sehe ich eigentlich nicht ein warum der Staat dass an dieser Stelle entschädigen sollte.
00:28:13: und diese ExpertInnenkommissionen der dreizehn JuristInnen wie es da gab die sagt auch also Verkehrswelt ist nicht zwingend dass danach entschäligt werden muss sondern man kann eben zuerst eine Abwägung zwischen Ja, gemein.
00:28:28: Wohlüberlegungen und eben den Interessen der heutigen Eigentümer in der Wohnung und durchaus andere Bewertungsmethoden die man zugrunde legen kann.
00:28:37: Ich habe das jetzt auch deswegen gefragt weil die haben ja eine Bewertung in der Bilanz stehen
00:28:41: Genau
00:28:42: Und die müssten sie dann abschreiben.
00:28:43: wenn sie da nur noch ein Drittel kriegen von dem was da drin steht Dann ist das bisher gegebenenfalls auch ein Problem.
00:28:49: Genau also die Wohnungsunternehmen müssten dann eben Teil der Wert der drinnen stehen abschreiben.
00:28:54: Nur noch mal so kurz zum Hintergrund.
00:28:56: Die Wohnungen, Teil davon sind ja von dem Land Berlin auch mal privatisiert worden und die sind – das kommt jetzt darauf an wie man rechnet und da ist ein bisschen Unsicherheit dabei.
00:29:06: aber wir reden wahrscheinlich so von fünf bis sechshundert Euro den Quadratmeter, den damals die privaten Anleger.
00:29:13: Wir reden hier von Anfang der zweitausender Jahre dafür bezahlt haben.
00:29:17: Und jetzt kommt man auch drauf an wo man genau hinguckt Entschädigung oder den Marktwort, den ihr angeben.
00:29:26: Der liegt dann oft so irgendwo zwischen zweieinhalb und dreitausend Euro pro Quadratmeter.
00:29:31: So das was wir jetzt da gemacht haben, dass wie gesagt nicht irgendwo zwischen zwölf und treizehnhundert Euro als Entschätigung pro Quadrate Meter.
00:29:40: Und das heißt, dann ist die Frage, die Privatanleger, die man irgendwann fünfhundert Euro dafür gezahlt haben, die ganze Zeit Mitrendite auch bekommen haben?
00:29:47: Ist es wirklich notwendig jetzt mit fast dreitausend Euro pro Quadratmeter entschädigt werden.
00:29:53: Ja, ist das angemessen?
00:29:55: Ist es gerecht?
00:29:56: und da kann man glaube ich darüber streiten.
00:29:58: Vielleicht zum Schluss noch auch wenn ich jetzt schon mal einen Schluss eingeläutet habe.
00:30:02: aber es gibt doch ein großen Mythos der immer so ein bisschen durch den Raum war.
00:30:07: Jeder wird enteignet.
00:30:10: Jedem jetzt nochmal.
00:30:10: Das Wort Enteignung für jeder wird vergesellschaftet.
00:30:13: Wem betrifft denn das überhaupt was da politisch in der Diskussion?
00:30:18: Es gibt eine beschränkte Zahl an Wohnunternehmen, die mehr als dreitausend Wohnungen in Berlin haben.
00:30:23: Und natürlich jetzt kann man irgendwie sagen ja das sind dann keine Ahnung sowas wie du Novia oder was auch immer sind irgendwelche anonym großen Unternehmen.
00:30:31: Das ist natürlich nur bedingt richtig weil irgendjemandem gehört ja auch die Anteile von diesen Unternehmen.
00:30:37: Das heißt es kann sein dass jemand im seinem ETF davon betroffen ist wenn so etwas da passiert.
00:30:44: Ja gut, es ist ein DAX-Unternehmen.
00:30:46: Wer da so einen ETF hat auf deutsche Aktien, der dürfte betroffen sein.
00:30:50: So kann man das natürlich auch sehen.
00:30:51: Irgendwann fliegen sie aus dem DAX raus und dann kommt was anderes rein.
00:30:54: Wenn er zinkt?
00:30:55: Genau!
00:30:56: Es ist nicht so, dass wenn man vergesellschaftet und unter Marktwert entschädigt, dann muss jemand das schon tragen.
00:31:03: Das sind im Zweifel die Eigentümerinnen dieser Unternehmen dann.
00:31:07: Ich wollte jetzt auch was anderes hinaus, zwar auf Leute die fünf Wohnungen haben und da offenbar Rikaden sind weil sie glauben Sie werden enteignet.
00:31:15: also ich glaube über die reden wir nicht.
00:31:16: Wir haben aber auch rausgearbeitet dass die natürlich indirekt betroffen wären dadurch das dann die Mietweise vielleicht nicht mehr so schnell steigen wie bisher sondern da vielleicht ein Deckel aber zumindest eine Verlangsamung reinkommt.
00:31:31: dazu muss man sagen empirisch sind diese kleinen Vermieter von denen du gerade redest, verhalten sich doch unterschiedlich und anders als die großen Wohnbauunternehmen.
00:31:41: Also hast du sehr viele, die nicht mit den Mietsteigerungen immer ans Limit gehen, sondern da gibt es auch welche, die einfach sagen ja ich habe da eigentlich doch ganz nette Miete drin wohnen, sie beschweren sich nicht und wenn jetzt mal was kaputt ist und das dauert zwei Tage bis behoben wird dann steigen die mir auch nicht aufs Dach und bin dann die Miete und deswegen halte ich mich auch mit den Erhöhungen ein bisschen zurück und mache das nicht so bis zum Anschlag.
00:32:01: was eigentlich rechtlicherlaubt wäre gibt auch andere von diesen kleinen Vermietern, also da ist einfach eine sehr große Varianz drin und von daher wenn man jetzt ohnehin nicht bis zum Rand immer begangen ist dann dürfte man von diesen indirekten Effekten auch nicht so viel zu merken.
00:32:16: Wenn man jetzt jemand wartet der schon immer bis an die legalen Grenzen gegangen ist dann kann es sein dass die danach aufgrund dieser Referenz im Miet-Spiegel ein bisschen niedriger ausfallen.
00:32:24: Ich glaube aber die wichtige Frage ist, wenn man das jetzt hier in Berlin diskutiert dann haben ja viele... ich habe das auch.
00:32:29: tatsächlich muss sagen diese Diskussion ist ja relativ emotional und ich bin da auch schon im privaten Umfeld jetzt darauf angesprochen worden was wir da geschrieben hätten.
00:32:37: und eines der Argumente ist ja wenn man anfängt wenn da einmal vergesellschaftet wird, da werden sie noch nicht Schluss machen und wir sind dann nächste Woche oder in zwei Jahren sind wir da wo Kuba und Venezuela heute sind.
00:32:48: Ich spitz jetzt mal bewusst ein bisschen zu Das glaube ich, dass das Unfug ist.
00:32:54: Dass so nicht funktioniert und auch nicht läuft.
00:32:57: Und dass ja auch tatsächlich auf einmal das Grundgesetz ließ – da sind ja ziemlich Hürden dabei – und ich würde nicht erwarten, dass wir irgendwann in meiner Lebzeit darüber reden, dass Kleinvermietungen irgendwie vergesellschaftet werden.
00:33:12: Ja, aber ich glaube was realistisch ist das wenn das in einem Ort sei es in Berlin oder woanders einmal erfolgreich umgesetzt wurde dann also auch höchstrichterlich durchgewunken dass das dann in anderen Großstädten auch passieren kann.
00:33:26: Ich frag mich ja immer bei dem Ding wie viel das wirklich an Auswirkung hat also auf die Mieten.
00:33:34: Ich habe nämlich das Gefühl, dass es jetzt nicht so viel ist.
00:33:38: Außer man sagt halt, das wäre ein sehr großer Anteil an den Wohnungen die dann in dieser Stadt verstaatlicht wurden und dann diese Mietpreise niedrig halten aber ich meine bei zweihunderttausend Wohnungen.
00:33:49: Es wären glaube ich knapp zwei Millionen Wohnung oder Wohneinheiten in Berlin.
00:33:54: da musst du dann die abziehen die nach fünfzehn Prozent die im Eigentum wohnen.
00:33:59: also das heißt ja fünfzehnt Prozent der Berlinerinnen und Berliner leben ja oder ein bisschen mehr im Eigentum, dann musst du die Sozialwohnungen abziehen und dann ziehst du noch die ab, die die landeseigenen Unternehmen haben.
00:34:13: Und dann wiederum ist das jetzt nicht mehr... Also es ist immer noch nicht das was alleine alles bestimmt aber es ist schon eine Größenordnung, die eben einen Einfluss hat.
00:34:22: Aber es war ja schon da das Meiste!
00:34:24: Da kommen ja jetzt wenn's wirklich zwei Millionen sind, kann man halt nochmal wechseln quasi zehn Prozent diese Seite Und das wird sicherlich einen Einfluss haben, aber der wird jetzt auch nicht so übermäßig sein.
00:34:33: Ich glaube sehr viele Leute versprechen sich da sehr viel und er wird gar nicht so groß sein wie man da so hofft außer halt für diese Wohnungen dann vielleicht.
00:34:42: Ja ich glaube dass dieser Vergleich zu den zwei Millionen eben um die Grundgesamtheit über die zum Beispiel der Mietspiegel bestimmt wird ist eben kleiner.
00:34:50: Das heißt, du hast da schon einen Einfluss.
00:34:52: Wir haben tatsächlich keine vernünftigen Schätzungen dazu.
00:34:54: das Problem ist dass der Wohnungsmarkt sehr unterschiedlich was die verschiedenen Wohnungen angeht und darum ist es mit so Faustregeln oder einfachen Schätzung aus meiner Sicht immer recht schwer zu einzuschätzen.
00:35:06: aber ich würde dir Recht geben Der Einfluß wird nicht so wahnsinnig groß sein.
00:35:10: Man dürfte ihn merken, dass die Mieten nicht mehr so stark steigen Das Mietproblem schnell gelöst wird und vor allem auch nicht das Problem der Verfügbarkeit von Wohnraum.
00:35:20: Und dass mir eben immer ganz wichtig eigentlich ist bauen, bauen, Bauen ist wichtiger als Vergesellschaften.
00:35:27: Das hat man jetzt Zeit lang ziemlich vernachlässigt.
00:35:30: und übrigens diese privaten Wohnungsunternehmen von der Gesellschaft und wir reden, die haben besonders wenig gebaut.
00:35:37: im Vergleich meine Degen zu den landeseigenen Unternehmen aber auch zu den kleinen Privatvermietsern.
00:35:42: Das muss die Priorität haben und dann kann das ein begleitendes Instrument sein was eben dem Preisanstieg in der Zwischenzeit etwas abdämpft?
00:35:49: Ich würde mich aber wenn ich so ein Unternehmen wäre auch mit Bauen zurückhalten in Berlin, wenn ich da so eine Diskussion habe weil ich eigentlich weiß mehr dann die Wohnungen vielleicht führen viel zu niedrigen Preis abhanden kommen.
00:36:01: Also das glaube ich schon, dass es auch noch eine Auswirkung hat und man müsste halt jetzt mal irgendwie in so einer Richtung kommen wo man die ganze Sache auflöst und dann mal beginnt die Zukunft zu gestalten.
00:36:11: Klar wenn das im Raum steht würde man wahrscheinlich erwarten dass diese großen Unternehmen dann weniger bauen.
00:36:16: also ist ja so die Debatte der Bürgerinitiative ist ja nicht einfach aus der Luft entstanden Aus freier Luft?
00:36:22: sollen dies dadurch entstanden dass man auch beobachtet hat dass diese Unternehmen von denen wir hier reden einfach eigentlich noch nie ordentlich gebaut haben, nur gekauft.
00:36:30: Und wenn es auch nicht die empfundene schlechte Bewirtschaftung des Bestandes gäbe und diese Wahrnehmung, dass die da tatsächlich ein extraktives Geschäftsmodell machen, dann hätten wir nicht sechzig Prozent der Wählenden gehabt, die damals für diesen Volksentscheid stimmen.
00:36:44: Das ist schon eine ziemlich dicke Mehrheit.
00:36:46: So eine Mehrheit haben ja die wenigsten Regierungen in Europa noch, ne?
00:36:52: Keine oder?
00:36:53: Obwohl die Regierungen im Sinne der Koalition
00:36:57: Ja, wobei selbst das, selbst also sechzig Prozent.
00:37:00: In welchem Bundesland hat eine Koalitionsregion noch sechzig Prozent der Sitze im Landtag?
00:37:05: Selbst das ist schon...
00:37:07: Jetzt würden die Gegner sagen, vierundfünfzig Prozent haben bei einer neuen Umfrage das ganz anders gesehen.
00:37:12: Genau!
00:37:13: Das mag ja auch sein.
00:37:14: ich wollte jetzt gar nicht sagen weil es damals den Volksentscheid gab muss man das jetzt unbedingt ganz so machen?
00:37:19: Ich wollte nur darauf hinweisen dass hier in der Stadt tatsächlich da auch eine Wahrnehmung der Tätigkeit dieser Wohnungs Unternehmen war der Privaten, die nicht besonders positiv waren?
00:37:31: Ja.
00:37:31: Ich glaube es liegt auch daran dass selbst die Besserverdienenden gemerkt haben das das langsam außer Rand und Band gerät mit dem Mietanteil.
00:37:38: Da würde ich sagen in dem Sinne sind wir am Ende dieser Folge.
00:37:41: Wir freuen uns auf eure Kommentare.
00:37:43: Sendet sie uns.
00:37:44: Vielen Dank für das Gespräch Sebastian Dullin.
00:37:47: Danke für die Maruzone Marco
00:37:48: So und wenn ihr dazu noch ein paar Gedanken habt, dann könnt ihr sie uns per E-Mail senden an systemrelevant.blogglot.de.
00:37:55: also in Weise Korrekturen Unmut und Anregungen Aufregungen dorthin.
00:37:59: In den Show notes findet ihr die Liste der sozialen Netzwerke sowie unseren weiteren Podcast, ihre haben wir zwei und wir freuen uns natürlich sehr, wenn ihr uns beim Publisher aber abonniert und somit keine Folge verpasst!
00:38:08: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:38:09: euch eine schöne Zeit und bis nächste Woche.
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