So könnten Strompreise stabiler bleiben

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00:00:03: Systemrelevant, Fakten für eine demokratische und nachhaltige Wirtschaft.

00:00:29: Du bist Referatsleiter für Makroökonomie der sozial- ökologischen Transformationen am EMK, also dem Institut für Makroekonjunkturforschung an der Hans-Böckler Stiftung und ebenfalls mit dabei Sebastian Doolin.

00:00:40: Hallo Sebastian!

00:00:41: –

00:00:41: Hallo!

00:00:42: Du bist der Direktor eben jenem Institut zur Makroökonomie und Konjunkturforschung bei der Hansböcklers Stiftungen und an unsere Hörerinnen und Hörervorwecken wie immer.

00:00:50: Der Hilfer ist das ja uns erreichen könnt per e-mail ansystemrelevantatböcker.de.

00:00:55: Also hiddenweise Korrekturen, Unmut und Anregungen dorthin.

00:00:58: In den Show notes findet ihr die Liste der sozialen Netzwerke sowie unseren weiteren Podcasts.

00:01:02: Dere haben wir zwei!

00:01:03: Und wir freuen uns natürlich sehr wenn ihr aus dem Podcast eure Wahl abonniert und somit keine Folge verpasst.

00:01:08: Das iberische Modell.

00:01:09: ich habe es schon genannt Tom was ist denn das iberischem Modell?

00:01:13: Worum geht's denn da?

00:01:14: Ich vermute mal um den Strommarkt.

00:01:17: Genau, das sibirische Modell oder den iberischen Mechanismus würde ich gleich erläutern.

00:01:22: Ich würde dafür damit wir das ein bisschen besser verstehen.

00:01:25: Ich werde sich so ein bisschen mal die Details über den Strommarkt erläutern bevor ich auf den ibergischen Mechanismus ein oder Sibirischer Modell eingehe.

00:01:33: Dafür würde ich zunächst erst einmal über den Stroom Großhandel sprechen.

00:01:37: An der Strompreisböse werden die Strompreise und Mengen für den Strom Großhandeln des nächsten Tages gehandelt.

00:01:46: Das ist im Grunde genommen die Börse, an der kurzfristige Preise verhandelt werden.

00:01:51: Diese Börsen sind eine der wichtigsten Institutionen um die Strompreise festzulegen.

00:01:56: Hier handeln die großen Energieproduzenten und die großen Energikonsumenten wie beispielsweise die energieintensive Industrie.

00:02:06: Die versorgt sich über diese Strompreisbörse da ihr Headmark genannt mit dem Strom für den nächsten Tag.

00:02:12: Und hier ist es im Grunde genommen so, dass das Stromangebot also was die Energieproduzenten bereitstellen.

00:02:21: Dafür kommen.

00:02:22: zunächst zur Deckung der Stromnachfrage kommt zunächst die Erzeugungsanlagen mit den niedrigsten Kosten für die Strombereitstellung zum Einsatz und danach kommen die Erzeugungsanlage zum Einsatz mit den höheren Kosten.

00:02:36: Das kennen vielleicht einige.

00:02:38: Es ist die sogenannte Married Order.

00:02:40: Jetzt ist es so, dass das letzte Kraftwerk, das gebraucht wird um die Stromnachfrage zu bedienen.

00:02:48: Das setzt den Strompreis und das setzt dem Preis nicht idealerweise nicht willkürlich sondern das orientiert sich im Grunde genommen an den Bereitstellungskosten für den Strom.

00:03:00: Und die günstigsten Kraftwerke oder die günste Kraftwerker sind dann eurer Ware.

00:03:04: Die haben relativ niedrige Bereitstellungskosten weil der Wind oder die Sonne.

00:03:10: Die Kosten haben im Grunde genommen die Betreiber nichts.

00:03:13: bei den Fossil, da ist es anders.

00:03:15: das Erdgas was wir fördern müssen und Braunkohle oder Steinkohle die wir aus der Erde holen müssen, die haben Kosten und deswegen sind die tendenziell teurer.

00:03:24: so der Vorteil ist jetzt für die erneuerbaren oder für die braun Kohle dass wenn Erdgas dem Preis setzt Da ist der Preis relativ hoch.

00:03:33: Dann ist quasi der Preis, der Gesetz wird an der Strompreisböse höher als das was die Kosten haben für die Strombereitstellung und sie machen im Grunde genommen Gewinn.

00:03:43: Das Problem ist jetzt aber folgendes Wenn die Bereitstellungskosten für das preisgesetzende Kraftwerk steigen also für Erdgas dann steigen natürlich auch die Preise an der.

00:03:55: Das konnten wir jetzt im extremen Fall, konnten wir es in den Jahr- und Jahrzehnten, wo im Grunde genommen aufgrund der enormen hohen Erdgaspreise die Preise an der Strompreisböse auch enorm nach oben gegangen sind.

00:04:09: Also konnten zeitweise, konnten mir Preise von über sixhundert Teilweise von über achthundert Euro pro Megawattstunde Strom betrachten was wiederum auf die hohen Gaspreise zurückzuführen ist.

00:04:22: Das heißt im Grunde genommen, wenn die Erdgaspreise steigen kann man es auf den Strommarkt durchschlagen.

00:04:28: Jetzt komme ich auf das iberische Modell.

00:04:30: Der iberischen Mechanismus sagt der verhinderte im Grunden genommen dass Überspringen vom Gasmarkt auf den Strom Markt.

00:04:38: wie funktioniert das?

00:04:39: Grob gesagt, der Mechanismus funktioniert wie folgt Die für Gas, was zur Verstromung vorgesehen ist wird eine Art Preisteckel gesetzt.

00:04:50: Das Gas wird nicht zum Marktpreis verstromt, sondern das Gas wird für einen niedrigeren Preis verstromt.

00:04:57: Das wiederum hat den Effekt dass die Gas-Kraftwerksbetreiber den Strom günstiger bereitstellen können als zu Marktpreisen für Gas und dementsprechend aufgrund des liberischen Modells also Grundespreisdeckels die Preise an der Strompäusböse ebenfalls sinken.

00:05:14: Niedriger sind als wenn die Erdgaskraftwerks Betreiber den Strom für die Marktpreise des Erdgases verstromen wird.

00:05:24: Die Folge ist also im Grunde genommen, durch den liberischen Mechanismus wird eine Art Preisdeckel auf das zu verstromene Gas gesetzt.

00:05:30: Dementsprechend sinken die Preise an der Strompreisböse.

00:05:33: Jetzt hätten die Gaskraftwerksbetreiber einen gewissen Verlust wenn sie im Grund genommen dass Gas am Markt einkaufen aber günstiger also wegen des Deckels günstig verstromen müssten.

00:05:44: Das wird im Grunde genommen aufgefangen dadurch, dass es eine Umlage gibt für die Stromverbraucher, die im Grund genügend Strom auch in der Strompreisböse einkaufen.

00:05:53: Die Umlage ist aber relativ klein so das quasi die Ersparnis der Verbraucher nicht aufgewogen wird.

00:05:59: also das heißt die Ersparnis ist immer noch da.

00:06:01: Und bärisches Modell heißt es deswegen, weil dieser Mechanismus von der Iberischen Halbinsel genauer gesagt in Spanien und Portugal einen großen Erfolg eingesetzt wurde.

00:06:14: Während die Strompreise in den anderen europäischen Ländern ziemlich abgeschossen sind lieben die StromPreise in beiden Ländern aus Portugal und Spanier sehr niedrig.

00:06:24: Das Ganze hat eine gewisse Dringlichkeit jetzt noch mal in der Diskussion entwickelt.

00:06:28: Also, mit Russlands Angriff auf die Ukraine da hatten wir das ja schonmal.

00:06:33: Jetzt hatten wir dieses Jahr den Krieg USA gegen Iran oder Iran gegen USA und Iran gegen die Golfstaaten.

00:06:41: Da haben wir jetzt wieder ähnliche Phänomene gesehen, wo wir halt sagen naja also da müsste man doch mal über die Gestaltung des Strommarktes nachdenken ob das so sinnvoll ist zumindest im Sinne für die Verbraucherinnen und Verbrauchern.

00:06:55: Ja genau also.

00:06:55: wir haben ja gesehen dass die Energiepreise wieder gestiegen sind.

00:06:58: anders als bei der russischen ukraine Invasion sind allerdings die Gaspreise nicht ganz so stark nach oben geschossen.

00:07:04: Wir kriegen inzwischen schon ein bisschen

00:07:07: leere Gaslager sind mit den noch niedrigereren Strompreisen einhergegangen.

00:07:12: Deswegen habe ich gerade so.

00:07:14: Naja, also sagen wir so der Gaspreis ist hat sich verdoppelt und bei der Ukraine-Invasion war das ein Vielfaches.

00:07:22: Also wir hatten im Jahr es wenn etwas über twenty fünf Euro pro Begabatsstunde Gas in Europa der auf kurzzeitig auf sechzig gesprungen und hatte sich dann jetzt etwas normalisiert Richtung vierzig.

00:07:36: Das ist alles auch wieder auf die Strompreise am Großhandel durchgeschlagen und jetzt hatten wir gedacht, es gäbe vielleicht einen Waffenstillstand der auch ein bisschen länger hält.

00:07:44: Ich glaube sechzig Tage war ursprünglich vorgesehen und jetzt die letzten Tage vor der Aufnahme wissen natürlich nicht ob das so bleibt hat's wieder kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran gegeben und damit sind auch die Gaspreise wieder in die Höhe geschossen.

00:07:58: denn Ein Problem ist, dass eben LNG sehr stark auch aus dieser Region kommt.

00:08:03: Europa kauft noch relativ wenig LNG aus der Region aber ... Der Weltmarktpreis ist eben ein Marktpreis und man kann so einen Tanker eben auch umlenken.

00:08:13: Und das heißt wenn da eine Angebotsverknapung stattfindet dann steigt auch irgendwie der Preis in Europa.

00:08:19: Das ist das Problem was wir jetzt sehen weil die Märkte wieder befürchten dass eben entweder LNG nicht produziert werden kann oder nicht geliefert werden kann dem mittleren Osten.

00:08:29: Deshalb steigt der Preis und das macht es wieder relevant zu gucken, wie kann man verhindern dass dieser Gaspreis anstieg sich auf die Strompreise durchschlägt wie beim letzten Mal?

00:08:38: Und dann wäre das iberische Modell dann die Lösung.

00:08:42: Wir glauben, dass das eine mögliche Lösung wäre.

00:08:44: Ich glaube wir werden gleich von Tom auch noch hören warum andere Leute da ein bisschen skeptischer sind und wo manche da ein Problem sehen.

00:08:50: Es gibt Gutachten die auch in der Bundesregierung zirkulieren von anderen Wissenschaftlern, Wissenschaftlerinnen die eben sagen Das ist das Teufel, weil man greift in die Märkte ein.

00:08:59: Dass eigentlich das Hauptargument was immer erst mal kommt und dann wird es ein bisschen runtergebrochen.

00:09:04: Manchmal gesagt ja dass er erhöht dann den Gasverbrauch und im Grunde macht es die Sache noch viel schlimmer.

00:09:09: Wobei ich glaube, dass das eben nicht stimmt Und Tom würde da glaube ich gleich noch mehr zu erzählen.

00:09:15: Also das war tatsächlich das Haupt Argument was ich immer wieder gehört habe wenn ich wissenschaftlerinnen und wissenschaftlern dieses Thema geredet hab dann haben die dann einfach gesagt Ja das ist doch der perfekte Markt dem wir jetzt haben.

00:09:26: Mehr perfekter geht ein Markt nicht.

00:09:29: Wird das zu dem zustimmen?

00:09:31: Perfektormarkt hat eben das Problem.

00:09:33: eine Sache noch, dass das auch ein Ding was immer im Studium vernachlässigt wird.

00:09:37: Eben ein perfekta Markt wenn er groß genug ist hat Makro Auswirkungen und Verteilungsauswirkungen.

00:09:43: Der Gassenstrompreis gerade der Strompreis ist eben makroökonomisch so wichtig Dass man sich dann überlegen muss ob vielleicht diese Makro Auswirkung des wert sind dass das so ein schöner perfekte Lehrbuchmarkt ist.

00:09:54: Wenn es das denn wäre.

00:09:55: Und was Tom ja eben erzählt hat, wenn der Preis steigt für das Gas.

00:09:59: Dann haben halt alle die einen Braunkohlekraftwerk, ein Kernkraftwerk oder was auch immer haben oder Solarzellen auf dem Dach, die kriegen... Die haben einfach Windfall-Perfects!

00:10:08: Also die haben extra Gewinne, die sie eigentlich nicht brauchen mit denen Sie meistens auch nicht gerechnet haben.

00:10:13: und da sagen die Leute, die merkt gut finden naja vielleicht haben sich doch damit gerechnet und würden investieren, wenn das jetzt nicht da wäre, wenn diese Gewinnen nicht auftauchen würden.

00:10:22: aber Da wird einfach Leuten, die jetzt keine Stromproduktion betreiben, denen wir etwas weggenommen und die die Stromproduktion betreiben bekommen das.

00:10:29: Und das hat Folgen für den Rest der Wirtschaft.

00:10:32: Energie ist so gut wie in allen Gütern drin, das heißt wenn wir dort im Grunde genommen Preisstellungen haben hat es eine hoch inflationäre Wirkung was natürlich dann auf die Verbraucherpreise umsteckt.

00:10:45: Auf die Produktionskosten und dementsprechend Produktions-Kosten zum Beispiel oder Produktionen auch lahmlegen kann oder weit drosseln kann.

00:10:52: deswegen ist es meines Erachtens ein Recht eleganter Mechanismus, den wir dort haben.

00:10:57: Ich finde ehrlicherweise dass der noch gar nicht mal so markt inkonform ist weil wir im Grunde genommen eigentlich den Markt und seinen Grundzügen ein Grundegenommen beibehalten.

00:11:07: Wir sagen Grunde genommen bloß wie ja Deckeln den Preis.

00:11:11: Wir haben vorgeschlagen wie das damals bei Spanien Portugal der Fall war Dass wir den Gaspreis der zur Verstromung vorgesehen ist auf vierzig Euro pro Mega wird Stunde drösseln oder deckeln.

00:11:22: Und dadurch haben wir im Kunde genommen den Effekt dass die Strompreise sinken und dementsprechend diese Übergewinne oder Zufallgewinnen oder Windfall Profits, das sie im Grunde genommen nicht realisiert werden können.

00:11:33: Und dementsprechen quasi den Verbrauchern an der Stelle auch nichts weggenommen wird als quasi durch die Energiepreiskrise verursacht wurde.

00:11:41: Wir glauben auch, es hätte eigentlich eine positive makroökonomische Wirkung.

00:11:46: Wir haben das in dem Grunde gekommen simuliert für ein Jahr Wo wir dann simuliert haben, naja wo wären denn in etwa die Strompreise wenn wir den iberischen Mechanismus nutzen.

00:11:55: und wo werden sie wenn wir diesen iberische Mechanismus nicht nutzen würden?

00:11:59: Und da sehen wir zum einen das sind etwa der durchschnittliche Preisunterschied.

00:12:04: Wenn wir jetzt von zweiundfünfzig Euro pro Megawattstunde Erdgas ausgehen an der Strompreisböse würde das bedeuten wenn wir dem Mechanismus einsetzen versus wir setzen den Mechanismus Siebzehn Euro sparen würden.

00:12:21: Wenn wir das jetzt mal aufs Jahr hoch rechnen würden, also sagen wir mal grob gesagt bis nehmen wir an der Iran Krieg halt jetzt an und jetzt gehen wir quasi ins Jahr zwei tausend siebenundzwanzig.

00:12:30: dann kommen wir auf eine Ersparnis durch den iberischen Mechanismus von etwa acht fünf Milliarden Euro.

00:12:39: Jetzt müssen wir noch fairerweise die Umlage gegenrechnen, die ich erst gesagt hatte.

00:12:43: So dass wir quasi die Gaswerksbetreiber entschädigen für den Verlust, den sie hätten weil Sie Gas günstiger verstromen müssten als wenn Sie es im Gegensatz zu dem Gaspreis, den Sie im Grunde genommen haben, weil Sie das Gas einkaufen.

00:12:55: Also diese Umlage würden dann eine Eins Komma zwei Milliarden kosten.

00:12:58: Das heißt Netto, Zürcher.

00:13:00: von diesen acht Komma fünf Milliarden Spanien ist am Strohmarkt.

00:13:04: Die eins Komma zweimiljahden.

00:13:07: Dann kommen wir in etwa auf sieben, drei Milliarden Ersparnis für die Verbraucherinnen und Verbrauchern am Strommarkt.

00:13:16: Und das ist unseres Erachtens schon ein enormer Vorteil den wir hätten im Vergleich zu begreifen nicht einen.

00:13:24: Und die andere Seite Risiken?

00:13:26: Meines Erachtenes gibt es zwei Risiken.

00:13:29: Die eine, die betont wird, ist ein höherer Gasverbrauch und das zweite ist ein Import von umliegenden Ländern.

00:13:35: Gehen wir mal erstmal auf den Gasverbrauch ein.

00:13:37: Es wird dem iberischen Mechanismus häufig eingelastet, dass er den Gas-Verbrauch im Spanien, in dem Jahr für die Energiepreiskrise war und der Mechanismusgriff das er den gasverbrauchen hochgetrieben hat.

00:13:50: Das ist meines Erachtens eher fraglich.

00:13:53: Zum einen müssen wir beachten, Spanier hat mehr Gas verstromt als zum Beispiel im Jahr.

00:14:00: Also wenn wir hier in den Jahr ist, hat Spanien wohl in etwa besitzen Terawattstunden mehr Gasverstromung gehabt als im Jahr.

00:14:10: Dort muss man allerdings dazusagen dass in etwa diese zusätzlichen Gasverstromung gegenüber dem Vorjahr, die rührte ehrlicherweise zu einer Zeit her als dieser Mechanismus überhaupt gar nicht gegriffen hat.

00:14:24: Also dieser iberische Mechanismus wurde in der zweiten Jahreshälfte eingeführt, im Jahr- und Jahrzehnt.

00:14:29: Und in der ersten Jaheshälfte hatten wir schon einen deutlichen Mehrverbrauch an Gas zur Verstromung als es im Vorjahreshalbjahr der Fall war.

00:14:41: Das zweite was wir noch beachten müssen ist Wir hatten in Spanien damals eine Dürreperiode wegen einfach einer ziemlich heißen Wetterlage.

00:14:52: Das hatte wiederum zur Folge, dass weniger Wasserkraft eingesetzt werden konnte.

00:14:57: und jetzt müssen wir natürlich in Spania und in allen anderen Ländern auch die Stromproduktion stabil halten.

00:15:02: was passiert?

00:15:03: Wir setzen Erdgaskraftwerke ein oder Spanier hat damals Erdgaskraftwerker eingesetzt.

00:15:08: das heißt der iberische Mechanismus war nicht unbedingt zu hundert Prozent daran schuld, dass der Erdgasverstromer angestiegen ist.

00:15:14: Sondern es waren einfach unter anderem die Umweltbedingungen dafür gesorgt haben das Erdgast genutzt werden musste weil Wasserkraft zum Beispiel nicht zur Verfügung steht.

00:15:24: Ein zweites Risiko wenn ich das noch kurz erläutern darf Das wäre wenn ein Land das quasi alleine durchführen würde diesen Bärschmielchenloss für das jetzt nur in Deutschland oder damals nur in Spanien und Portugal einen.

00:15:36: denn gäbe es einen Anreiz für die umliegenden Länder, Strom aus diesem Land zu importieren.

00:15:42: Weil im Grunde genommen dem einen und anderen sinken die Preise Bei uns ist es teuer, deswegen würden wir zum Beispiel mehr Strom aus dem günstigen Land importieren.

00:15:50: Gibt's zwei Sachen zu beachten?

00:15:52: Damals war das der Fall mit Frankreich, dass sehr viel Strom aus Spanien importiert hat.

00:15:56: Da muss man allerdings zum einen dazu sagen... Frankreich konnte damals nicht auf die günstige Atomkraftwerke zugreifen, sodass es im Grunde genommen angewiesen war auf Stromimport oder aus dem Ausland und deswegen war mehr durch Spanier importiert.

00:16:08: Das ist die Situation heute deutlich günstiger weil wir nicht so eine Notlage haben in Frankreich also einer der größten Länder in Europa und damit auch größter Stromverbraucher.

00:16:17: Das heißt quasi, diese Situation ist günstiger heute als es damals im Jahr war.

00:16:22: Zum Zweiten muss man dazu sagen wir hatten vorgeschlagen diesen bärischen Mechanismus nicht bloß ein Heimland durchzuführen sondern eher auf europäische Ebene auszudehnen sodass quasi dieser Anreiz aus dem günstigen Land zu importieren reduziert wird also dass quasi alle auf den gleichen Misslehmensnuss zurückgreifen können.

00:16:40: das wäre im übrigen auch EU-konform.

00:16:43: die EU Kommissarin.

00:16:45: Ich glaube, dass Partei der Riese Ribeira die diese Möglichkeit eröffnet hat, die Strompreise zu reduzieren indem man die fossilen Erdgaspreise im Grunde genommen reduziert.

00:16:55: Diese EU-Kommission erlaubt den Grunde nach unserer Ansicht, die Niberischmechanismus auch auf nationaler und europäische einzuführen.

00:17:03: Also von der EU Seite gäb es da keine großen Probleme.

00:17:07: Was ich meine ist gibt ja immer Diskussionsbedarf, aber man kann zumindest vermuten das es halbwegs durchgeht.

00:17:13: Unsere Ansicht nach wäre dieser iberische Mechanismus, also ich hatte es ehrlicherweise auch so gelesen dass das Explizit der Iberischen Mechanismus eingeführt werden darf.

00:17:22: Weil im Grunde genommen ist jetzt auch ein bisschen die EU-Kommissarin, die das im Grunden genommen ermöglicht hat.

00:17:29: Das war in dem Jahr zwei tausendzehn und zwanzigunddreiundzwanzig war das die zuständige Ministerin in Spanien, die im Grund genommen den Iberisch Mechanismus damals in Spania eingeführte.

00:17:38: Also daher sehe ich zumindest gewisse Parallelen und ich glaube nicht Probleme gebe, den Iberisch Mechanismus einzuführen.

00:17:46: Weil er im Grunde genommen so wie wir ihn vorgeschlagen haben zu keinen Verzehrungen führen würde was beispielsweise die Kraftwerksreinfolge anbetrifft und dass er auch nicht zur Verzehung führen würde oder zu Blockaden zwischen Ländern führen würden was den Stromfuss antrifft.

00:18:02: Wenn man jetzt über Strompreise reden reden wir ja auch immer über die Frage Wie transformieren wir unsere Industrie weg von dem fossilen Rennstoffen hin zu erneuerbaren Energien, sei es ein Wasserstoff Wind oder Sonne.

00:18:15: Kann das wibirische Modell da irgendwie beihelfen?

00:18:18: Eigentlich sehen dass diese Umstellung auf erneuherbare Energien zu wesentlich größeren Preisschwankungen am Markt führt

00:18:26: und

00:18:27: Strom wird zwar günstiger.

00:18:29: in Phasen wo viel Erneuerbare Energie da ist aber die Zeiten wo sie nicht da sind muss mit Gas dann Strom erzeugt werden ist es eben auch wichtig, dass man Mechanismus hinkriegt.

00:18:42: Dass dieser Preis dann nicht durch die Decke geht und da nicht so wahnsinnig hoch ist um eben diese Schwankungsbreite rauszunehmen.

00:18:48: Vor allem ist es auch wichtig das die industrielle Planbarkeit hat also dass das Device das auch in Zukunft Strom nicht unendlich teuer wird und vielleicht auch nicht so teuer wie wie das im Jahr.

00:19:03: Da ist aus unserer Sicht schon das Iberische Modell wieder eine Möglichkeit da reinzugehen und eben zu gucken, dass man diesen Grenzstrom also der teure Strom, der in bestimmten Situationen eben produziert werden muss.

00:19:15: Der dann auch die letzte Kilowattstunde ist, die produziert wird und den Preis für alles andere hochzieht.

00:19:20: Dass man denen irgendwie ein Stück günstiger macht um diese Preisschwankungen aufzuhalten aber dann insgesamt auch das Preis Niveau im Durchschnitt für den Strom zu senken.

00:19:29: Wir haben ja im Grunde genommen die Situation, dass wir die Stromproduktion auch dekarbonisieren müssen.

00:19:37: Das heißt quasi sukzessive muss im Grunden von dem Erdgas aus dem Stromarkt rausgedrängt werden und grüner Wasserstoff für die Verstromung eingesetzt werden.

00:19:49: Das Problem ist das Wasserstoff.

00:19:51: wenn er dann eingesetzt wird, so reden wir eher über die Jahre Der kann dann soweit sehr, sehr teuer ist am Anfang.

00:19:58: Kann der Indorm die Strompreise nach oben trinken?

00:20:00: Das heißt quasi diese Schwankungen, die Sebastian gerade angesprochen hat, werden wahrscheinlich noch mal ins Extremen getrieben werden wenn wir grün Wasserstoffverstromen.

00:20:08: Das bedeutet wiederum Übergewinne für Kraftwerksbetreiber, die nicht solcher hohen Kosten sind, also Braunkohle oder andere oder Abfallverstromung.

00:20:16: Das heißt, wenn wir dorthin iberische Mechanismus einführen den Wasserstoffpreis Deckeln können wir auch dann diese extremen Ausschläge, die am Strommarkt passieren würden durch den Einsatz von Wasserstoff.

00:20:28: Diese extreben Ausschlage könnten wir dadurch reduzieren und dadurch können wir dann auch im Grunde genommen den Strompreis stabilisieren.

00:20:35: Wenn ich noch einen zweiten Punkt hinzufügen darf meines Erachtens ist der Berlerischer Mechanismus für die Transformation auch in einer kurzen Frist sinnvoll und zwar aus folgendem Punkt?

00:20:45: Die Industrie aber private Haushalte und kleine mittelständige Unternehmen, die müssen elektrophiziert.

00:20:52: Für die Industrie bedeutet das dort wo es jetzt Erdgas einsetzt und zum Beispiel Hitze zu erzeugen oder um Kälte zu erzäugen, dass muss von Erdgass umgestellt werden auf Strom.

00:21:03: Wenn aber der Strompreis enorm Schwankungen unterliegt und im Grunde eine Unsicherheit besteht, wo der Stromkreis sich in den nächsten Tagen oder nächsten Jahren befindet Dann ist das für die Unternehmen abschreckend.

00:21:16: Das hatten wir im Übrigen auch in den Jahr- und Jahrzehnten gesehen, dass als der Strompreis stark angestiegen ist, die Stromnutzung von den Unternehmen auch reduziert wurde weil das Produktionsniveau auch reduzieren wurde.

00:21:30: Das heißt ein Grunde genommen für die Elektrifizierung ist es auch kurzfristig sinnvoll, dass wir durch den iberischen Mechanismus beispielsweise wenn wir wieder Energiepreiskrisen sehen mit dem Iberische Mechanismus eingreifen und dieses Durchschlagen von den Erdgaspreisen auf den Stromarkt, dass wir das im Grunde genommen durch den Iberischen Mechanismus verhindern.

00:21:52: Damit eine stabile Situation für die Elektrifizierung und damit für die Decarbonisierung der Industrie aber auch vom privaten Verbrauch

00:21:59: anlegen.".

00:22:00: Also insgesamt klingt das jetzt für mich nachdem was ich gehört habe ja durchaus nach einem sinnvollen Ansatz hier voranzuschreiten und vielleicht nur so ein Themenbereich aufzuräumen?

00:22:10: wo es etwas Problemlagen gibt in Krisenzeiten.

00:22:14: Ja, das sehe ich auch ganz genau so und ich glaube man muss hier am Strommarkt durchaus auch pragmatisch mit neuen kreativen Ideen rangehen und man darf auch keine zu große Angst vor Interventionen haben weil man irgendwie glaubt dass dem schönen reinen Markt wieder geläuft oder eben Denkmuster der sozialen Marktwirtschaft, man sich das so vorstellt passt.

00:22:36: Sondern es geht wirklich darum dass wir eine gute Lösung finden wo ausreichend Energie zu einem vernünftigen Preis bereitgestellt wird und Rahmenbedingungen für Transformation und auch Industrie in Europa und Deutschland gesetzt werden und dabei das jetzt wirklich gut in diese Richtung weiterzudenken selbst dann wenn im Iran der Waffenstillstand jetzt hält und das Problem jetzt vorübergehend erstmal weggeht denn Energiepreisschocks werden wahrscheinlich bleiben.

00:23:01: Wir werden die wieder sehen in den nächsten Jahren und da sollte man einfach vorbereitet sein.

00:23:05: Ja, Transformationszeiten bedeuten eigentlich immer Energiepresschocks, ne?

00:23:10: Dann sind wir am Ende der Folge!

00:23:12: Vielen Dank für das Gespräch, Tom Bauermann und Sebastian Dulling.

00:23:18: Wenn ihr dazu noch ein paar Gedanken habt, dann sendet sie uns per E-Mail SystemrelevantatBöckler.de also Hinweise, Korrekturenmod und Anregungen dorthin.

00:23:25: in den Shownutz findet ihr die Liste der sozialen Netzwerke so wie unsere weiteren Podcasts, ihre haben wir zwei Und wir freuen es natürlich sehr wenn ihr aus einem Podcast eure Wahl abonniert und somit keine Folge verpasst.

00:23:35: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:23:36: euch eine schöne Zeit und bis nächste Woche.

00:23:42: Das war systemrelevant.

00:23:44: Fakten für eine demokratische und nachhaltige Wirtschaft.

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